Erfahrungsberichte Work and Travel

Freiwilligenarbeit in Benin – Teil 3

Dezember 16, 2016
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Unsere Kundin Rahel leistete während mehreren Wochen in Benin einen Freiwilligeneinsatz. Im dritten und letzten Teil ihres Berichtes erklärt sie, wie die Adventszeit in Benin erlebt und was sie definitiv vermissen wird. Hier findest du noch Teil 1 und Teil 2. Vielen Dank an Rahel und viel Spass beim Lesen:

November

Coucou aus Benin

Sonne, Sonnenschein und über 35° im Winter? Mein Jahreszeitenbild ist durcheinander und der Dezember ist somit unrealistisch.

Hier in Benin läuft alles wie immer, ausser, dass mein Freiwilligenaufenthalt bald zu Ende ist und somit der Abschied immer näher rückt. Zurzeit bin ich auf dem Weg in den Norden und werde den Nationalpark ein zweites Mal besuchen. Der Car ist mit 10 Volontäre gefüllt und es wird ein rundum gelungener, lustiger, eindrücklicher und schöner Abschluss meines Abenteuers in Afrika sein.

Im November haben wir einige Ausflüge unternommen und sind in Benin etwas herumgereist. Wie man es sich denken kann, ist das Reisen nicht so einfach und vielleicht für aussenstehende etwas unvorstellbar.

Hier eine kleine Reiseanleitung:

  1. Man nehme sich ein Zem (Motorrad-Taxi) und/oder ein Taxi (normales Auto). Die Taxis sind oft überladen an Gepäck und Menschen. Das bedeutet in Zahlen etwa 9 Personen in einem Kombi und ein gefüllter Kofferraum und weitere Last auf dem Dach.
  2. Man fragt sich zu sehenswerten Plätzen durch und spaziert etwas durch die Gegend. Von Vorteil ist, wenn man sich im Voraus „persönlich“ gut organisiert. So sieht man versteckte Plätze und erhält Unterstützung bei der Fortbewegung oder beim Bezahlen von nicht festgelegten Preisen usw. Die Benianer kennen fast überall irgendjemand. „Garder le contact“ wird gross geschrieben.
  3. Bei Übernachtungen unbedingt ein Mückennetz mitnehmen. Trotz Malariagebiet ist dies leider nur selten inklusive. Eine Schnur ist sehr behilflich bei der Befestigung.
  4. Man beendet die Reise wie man sie begonnen hat und benutzt die benianischen Verkehrsmittel.

taxi

Auch noch nach 4 Monaten erfordert das afrikanische Leben viele erfinderische Ideen. So wird der Kuchen mit der Schere geschnitten oder ein Trichter aus einer Plastikflasche hergestellt. #smart wie wir unsere Ideen und Erfindungen gerne nennen.

Nun nehme ich meine letzten Wochen in Angriff.

Sonnige Grüsse
Rahel

 

Dezember

Hallo aus Benin

Bereits ist es Dezember und somit das Ende meines Aufenthaltes in Sicht.

Wie immer habe ich auch in diesem Monat viel erlebt und ich komme mit noch mehr Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücke nach Hause.

safari_2

Es waren tolle, witzige und eindrückliche 4 Safari-Tage. Mein grösster Wunsch, Elefanten und Löwen zu sehen, ist in Erfüllung gegangen. Mit einer Show eines einheimischen Tanzstils wurde die Safari ein einmaliges Erlebnis. P.S. Der Tanz war nicht so einfach, wie er als Zuschauer aussah, aber zum Glück interessierte dies niemand.

Es weihnachtet sehr hier in Benin :-).

Bescherung im Heim in sommerlicher Kleidung und der Weihnachtsmann trägt eine Sonnenbrille. So sieht also Weihnachten im Sommer aus! Dieses kleine Fest wurde von einer Hilfsorganisation organisiert. Die Kinder drückten ihren grossen Dank mit einem Strahlen aus.

Bis auf dieses Erlebnis bin ich noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung. 30°, keine Weihnachtslieder oder Dekoration helfen nicht dies zu ändern :-).

Das vorgezogene Abschiedsfest haben wir ganz traditionell in Uniform gefeiert. Das bedeutet, dass die ausgewählten Personen aus dem gleichen Stoff ihre individuelle Kleidung schneidern lassen.

safari_1

Rückblick über die ganzen 5 Monate

Benin das Land…

  • der „falschen“ Haare (Kunsthaare)
  • der komischen Wortwahl (Bonne assis oder bonne digestion?)
  • der laufenden Duschhauben (nicht nur zum Duschen, sondern schützt auch vor Regen)
  • der witzigen und bunten Stoffe → so trägt man Ventilatoren, Uhren, Hühner die Eier legen usw. mit Stolz
  • der Menschen, die „garder le contact“ gross schreibt
  • der Planänderungen
  • der Unpünktlichkeit

ubliche-art-des-transports

Was ich vermissen oder nicht vermissen werde:

Vermissen:

  • eigenes Badezimmer
  • Heimkinder
  • Gastkinder
  • eigenes Zem-Taxi
  • Französisch
  • Mittagsschlaf
  • Mitvolontärin
  • Mückennetz → meine Schutzburg 🙂
  • Orangen ausschlürfen (allg. Früchte wie Ananas und Wassermelonen)

Nicht vermissen:

  • unbequemes Bett
  • Handwäsche
  • immer gleiches Essen
  • späte Essenszeiten
  • Abfallsystem → alles verbrennen und der damit aufkommende Geruch
  • Eimer (duschen)
  • „gefährliche“ Mücken
  • häufiger Stromausfall
  • weisse Preise (teurer als für Einheimische oder der Versuch, es teurer zu verkaufen)

Einige Dinge sind bereits im Koffer verstaut und ich freue mich sehr nach 5 Monaten wieder nach Hause zu fliegen. Der Aufenthalt hier in Benin hat mich in vielen Dingen weitergebracht und mir geholfen, das Leben bei uns wieder schätzen zu lernen. In vielen Situationen oder Momenten wird das Erlebte sicherlich wieder auftauchen oder mich an die Zeit erinnern. Erlebtes, Fotos und die Erinnerung bleiben für immer und Dinge, welche ich mit Benin verbinden werde wie z.B. das Lied Holz von 257ers, welches für meine Mitvolontärin und mich UNSER Lied ist oder die gekauften Souvenirs und Stoffe.

Mit diesem Teil ist mein Reisebericht zu Ende und ich freue mich Ende Woche in die Schweiz zurückzukehren.

Ein letztes Mal Tschüss aus Benin
Rahel

 

Mehr Informationen zu unseren Programmen mit Freiwilligenarbeit in Afrika findest du auf unserer Website. Unsere Filialen beraten dich gerne und organisieren dir deine ganz individuelle Reise.


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