Erfahrungsberichte Work and Travel

Sozialeinsatz in Sambia – ein Erfahrungsbericht

Februar 24, 2015
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Fabian war mit Linguista Work & Travel in Sambia als Freiwilligenhelfer unterwegs. Was er erlebt und wie er das Land wahrgenommen hat, liest Du in seinem Erfahrungsbericht über seinen Aufenthalt. Herzlichen Dank für Deinen tollen Text, Fabian!

Für das Jahr 2014 habe ich mir die meisten Ferientage für das Ende des Jahres aufgehoben. So wollte ich in diesem Jahr dem Winter entfliehen. Ein genaues Ziel hatte ich bis im September noch nicht. Jedoch wusste ich von Anfang an, dass ich meine Urlaubstage sicher nicht mit Langeweile gestalten wollte. Da ich bereits öfters an Freiwilligenprojekten teilgenommen hatte, kam ich auf die Idee, meine Ferien für einen Sozialeinsatz in Afrika zu nutzen. Schnell wurde mir klar, dass die richtige Organisation nicht so einfach zu finden war. Schlussendlich wandte ich mich vertrauensvoll an das Team von Linguista.

Rasch stand für mich fest, dass ich mich bei der Länderwahl zwischen englisch- und französischsprachigen Destinationen entscheiden musste. So war die Auswahl bereits eingeschränkt und aufgrund des Klimas zum Jahresende fiel meine Wahl auf Sambia. Drei Wochen würde ich über die Weihnachtstage bis ins neue Jahr in Livingstone verbringen und das erste Mal die südliche Erdhalbkugel bereisen.

Schnell war alles vorbereitet. Die Flüge für die Hin- und Rückreise organisierte ich selber: Zürich – Dubai – Lusaka – Livingstone und die Rückreise über die gleiche Route. 24 Stunden Reisezeit pro Weg, genau mein Ding! Unterlagen zur Vorbereitung für den Aufenthalt hatte ich genügend, so war der Kauf der Ausrüstung eine Kleinigkeit. Ebenso verlief das Impfen für die lokalen Krankheiten bei einem spezialisierten Arzt in der Nähe meines Wohnortes problemlos.

Mitte Dezember ging es für mich los. Nach drei interessanten Flügen kam ich in Livingstone an. Am Flughafen waren nur eine Handvoll Menschen und so fand ich ohne Probleme meine Kontaktperson der lokalen Hilfsorganisation. Mit dem Bus ging es gleich ins Hostel, das in der Stadt lag. Ich genoss das Abendessen und da ich von der Reise sehr müde war, legte ich mich anschliessend direkt ins Bett. Das würde meine neue Schlafstätte für die kommenden 21 Nächte sein.

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Am ersten Tag wurde ich nach dem Frühstück erstmals über die lokale Organisation instruiert. Mir wurde erklärt, welche Projekte es gab, was die Ideen und Ziele dieser Projekte waren und welche Aufgaben die Volunteers dabei wahrnahmen. Natürlich wurden auch alle Fragen beantwortet und die Unterkunft im Detail gezeigt. Gut organisiert und mit vielen Informationen konnte ich bereits erstmals die Stadt erkunden. Klein aber fein mit wenig Touristen konnte man sich hier gefahrenlos durch die Strassen bewegen. Am Nachmittag ging das Programm los. Eines der Projekte war Sport mit den Kindern.

Nach dem ersten Tag ging es Schlag auf Schlag. Nach dem täglichen gemeinsamen Frühstück arbeiteten wir Volunteers jeweils am Vormittag in den verschiedenen Schulen in Livingstone. Mindesten drei Personen und eine einheimische Aufsichtsperson/Dolmetscher waren vor Ort. Da in dieser Zeit gerade Ferien in den öffentlichen Schulen waren, kamen die Kinder freiwillig zur Schule. Sie wussten wohl auch, dass in dieser Zeit kein regulärer Schulstoff vermittelt wurde. Aber als Freiwilligenhelfer will man den Kindern ja trotzdem etwas mit auf den Weg geben, weshalb wir hin und wieder die Fächer Rechnen, Lesen und Schreiben unterrichteten.

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Für die Weihnachtsfeier stand einiges auf dem Programm. So hatten wir die Möglichkeit, mit den Kindern Dekorationen und Geschenke für einen Charity-Markt zu basteln. Deshalb waren wir fleissig mit den Kindern am Malen, Kleben und Schneiden. Aus Papier, Karton und allerlei Materialien, die wir von der Unterkunft mitgebracht hatten, konnten wir die Kinder zu kreativen Aktivitäten motivieren.

Nachmittags hatten wir Zeit zum Bauen, Lesen, Spielen im Altenheim, für Sport und spontane Projekte. So füllten sich die Tage jeweils von Montag bis Freitag sehr gut.

Damit man sich jedoch auch ein wenig entspannen konnte, genossen wir längere Mittagspausen und abends konnte man ohne Weiteres in die Stadt einkaufen, am Swimmingpool liegen, mit den anderen Freiwilligenhelfern Karten spielen oder sonst etwas unternehmen. Langeweile kam niemals auf.

An den Wochenenden hatten wir die Gelegenheit, zahlreichen Aktivitäten nachzugehen. Von Ausflügen auf dem Sambesi, Besuch des Devilpools bis zum Elefantenreiten waren unzählige Möglichkeiten vorhanden.

Ich entschied mich für einen Trip zu den Victoria Falls und einer zweitägigen Reise in den Chobe Nationalpark in Botswana. Beides waren unglaublich eindrucksvolle Erlebnisse, die ich jedem weiterempfehlen kann. Am besten fragt man direkt vor Ort die anderen Volunteers, die bereits länger vor Ort sind und einem von ihren Erlebnissen berichten können. Je nachdem, welche persönlichen Vorlieben und Vorstellungen man hat, eignen sich die entsprechenden Angebote mehr oder weniger.

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Aufgrund der vielen Möglichkeiten, die mir zur Verfügung standen, verging die Zeit wie im Flug und ich musste mich nach drei Wochen bereits wieder von der Gruppe verabschieden. Während meiner Zeit in Sambia konnte ich tolle Kontakte in die ganze Welt knüpfen und wollte deshalb eigentlich noch nicht gehen. Das nächste Mal werde ich mir mehr Zeit nehmen und länger in Livingstone bleiben.

Die Sorgen vor der Anreise waren komplett unbegründet: keine gefährlichen Krankheiten, keine gefährlichen Tiere in der Unterkunft, keine Gewalt oder Belästigungen. Ich erlebte nur Positives und fühlte mich sehr wohl und sicher in der fremden Stadt.

Nun freue ich mich auf ein neues Projekt als Freiwilligenhelfer irgendwo auf dieser Welt!


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Larissa Muggli

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