Erfahrungsberichte Jugendsprachkurse

Jugendsprachkurse 2016, Woche 3 in Malta

Juli 25, 2016
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Marsascala

Es ist Halbzeit hier in Marsascala und somit ist auch die erste Runde des Aktivitätenprogramms durch. Leider werden uns dieses Wochenende wieder fünf Jugendliche verlassen, zwei davon waren schon seit Beginn dabei. Ihr wart eine sehr tolle Gruppe und ich werde euch vermissen!

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Nach drei Wochen hier scheint es angebracht, etwas über die maltesische Kultur zu reflektieren und die Eindrücke zu sammeln.

Die grössten Unterschiede zur Schweiz existieren wohl im Verkehr. Hier in Malta fahren sie wie in Grossbritannien auf der linken Seite. Es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dass man zuerst nach rechts schauen muss, wenn man die Strasse überqueren will. Die Jungendlichen haben gemerkt, dass fast alle Autos weiss oder grau sind. Das ist verständlich, denn bei der Hitze hier will man kein schwarzes Auto, welches die Wärme zusätzlich absorbiert. Ausserdem sind die meisten Autos, wegen des vielen Staubes in der Luft, staubig genug um etwas darauf zu zeichnen. Am auffälligsten jedoch ist, wie hupbegeistert die Malteser sind. Unser Buschauffeur hupt im Schnitt fünfmal während der Fahrt und auch die anderen Verkehrsteilnehmer machen mit. Sie sind wirklich sehr ungeduldige Fahrer hier.

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Für die Malteser, mit denen ich gesprochen habe, ist ihr Auto ihr Hauptfortbewegungsmittel. Öffentliche Busse existieren zwar auch, aber sie fahren weniger regelmässig als bei uns in der Schweiz. Mit einigen Jugendlichen zusammen habe ich auch bereits einen Bus nach Valletta genommen. Wir warteten an der Bushaltestelle aber als der Bus vorbeikam, hielt er nicht an. Wir lernten dann, dass man den Busfahrer winken muss damit er hält. Glücklicherweise sind die Busse gut klimatisiert. Dafür bekommt man fast einen Hitzeschock, wenn man wieder aussteigt.

Uns ist auch aufgefallen, dass wir hier sehr viel mehr trinken müssen als in der Schweiz um nicht dehydriert zu werden. Ich der Schweiz habe ich manchmal Mühe einen Liter am Tag zu trinken und hier kann ich problemlos in ein paar Stunden eine grosse zwei Literflasche leeren. Man kann das Leitungswasser hier zwar eigentlich trinken, es schmeckt aber etwas salzig und deshalb kaufen wir uns das Wasser jeweils.

Ein weiteres Merkmal der maltesischen Kultur ist die Wichtigkeit der Religion. In Malta sind 98% der Bevölkerung katholisch und es hat mehr Kirchen als Tage im Jahr! In den Bussen hängt meistens ein Rosekranz, ein Bild von Jesus oder ein Kleber mit „Jesus loves you“ und auch in den Schulzimmern hängen Kreuze. Viele unsere Activity Leader gingen in Schulen, welche von der Kirche geführt werden und mussten dann zweimal pro Woche zur Messe. Die Religion hat für die älteren Generationen aber eindeutig einen höheren Stellenwert als für die jüngeren und viele Jungen haben sich von der Kirche abgewendet. Harleys Grossmutter beispielsweise geht jeden einzelnen Tag in die Kirche und hört dazwischen mehrmals am Tag einen Radiosender, der nur das Rosenkranz-Gebet sendet. Zur Zeit finden in allen Städten „Feasts“ statt, welche die Stadtheiligen ehren. Zur Vorbereitung hängen überall farbige Banner und Säulen auf welchen die Heiligen dann ausgestellt werden und viele der Kirchen sind mit Lichterketten geschmückt. Nächste Woche findet das „Feast“ in Marsascala statt und ich werde nächste Woche im Blog mehr darüber berichten.

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Liebe Grüsse in die Schweiz

Lucy (Insta: @linguista_marsascala)

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St. Paul’s Bay

Freitag
Eigentlich war für diesen Freitag ein Ausflug auf die Badeinsel Comino geplant gewesen. Wegen zu starken Winden fuhren aber an diesem Tag keine Schiffe und so mussten wir spontan ein Ersatzprogramm auf die Beine stellen. Wir fuhren ins Bay Street Shoppingcenter, wo wir zuerst eine Runde Bowling spielten bevor die Teenager frei einkaufen gehen durften. Zum Abschluss gab es noch ein Getränk im Hard Rock Café.

Samstag
Bevor ich mich mit den abreisenden Kids auf den Weg zu Flughafen machte, traf sich die ganze Gruppe am Bugibba Square und verabschiedete sich voneinander. Ich verabschiedete mich von Demi, Delia, Luana, Cyrill, Luca & Tobias, die allesamt gerne noch länger geblieben wären.

Am Abend kamen dafür eine neue Gruppe Kids am Flughafen an, auf die sich die Gruppe schon freute.

Sonntag
Heute war es nicht mehr so windig wie am Freitag und wir konnten auf die Badeinsel Comino fahren. Alle neuen Kids fanden zum Glück den Weg zur Schule. Mit einem Open Top Bus fuhren wir nach Sliema, wo wir auf ein Schiff umstiegen, welches uns nach Comino brachte. Das Aussteigen in Comino war sehr umständlich, da wir alle über die Reling auf ein anderes Schiff klettern mussten und erst dann an Land gehen konnten. Dann verbrachten wir den ganzen Nachmittag an der Blue Lagoon, die schön ist, wie die Strände auf den Plakaten von Reisebüros.

Montag
Die Kids spielten zuerst eine spezielle Art von Boccia, die scheinbar nur in Malta gespielt wird. Es gab ein kleines Turnier und anschliessend ging es an den Strand von Buggiba/St. Paul’s Bay, wo sich alle noch rund zwei Stunden in der Sonne braten durften. Man sah auf einen Blick anhand der Hautfarbe, wer alles diesen Samstag angereist war.

Dienstag
Diesen Nachmittag stand Kultur auf dem Programm. Zuerst fuhren wir mit Watertaxis und anschliessend wurden die Teenies in vier Gruppen aufgeteilt und es gab einen Photo-Scavengerhunt, in welchem sie zehn verschiedene Tasks absolvieren musste und zu jedem ein entsprechendes Foto schiessen mussten. Wir hatten alle Spass, die Aufgaben zu lösen, auch wenn nicht alle Aufgaben so einfach waren.

Mittwoch
Es war wieder sehr heiss und deshalb freuten sich alle, dass sie an diesem Tag nicht viel laufen mussten. Der Bus brachte uns direkt von der Schule an die Paradise Beach, einen Strand, den wir tatsächlich zum ersten Mal besuchtenEs wurde Volleyball gespielt, gebadet, kleine Kinder wurden mit PingPong-Schlägern abgeschossen (keine Sorge, nichts passiert :-)) und vor allem wurde ge-snapchattet.

Am Abend fand wieder die wöchentliche Students-Party statt. Dieses Mal wieder in Gianpula. Auch die Neuankömmlinge waren begeistert. Einigen hatte es aber zu viele Leute. Und das Areal war auch wirklich zum Bersten voll, man merkt langsam, dass der Sommer richtig ins Rollen kommt.

Donnerstag
Am Nachmittag fuhren wir alle mit dem Bus an den die altbekannte Golden Bay. Wieder war Snapchat sehr angesagt. Neu im Trend liegen auch Songs von James Blunt (die Kids haben jetzt Boxen zum Tragen dabei jeweils) und natürlich Pokémon GO. Am Strand kann man natürlich wunderbar Wasser Pokémons fangen und dafür bezahlen die Kids auch gerne einmal für ein Datenpaket mehr (oder bezahlen das wohl die Eltern alles? :).

Am Abend trafen wir uns dann noch für den Movie Maker Contest, bei dem die Teens sich in Gruppen aufteilen mussten und den „Magic Moment“ von Bugibba in einem kurzen Video darstellen sollten. Es kam wieder viel Kreativität auf. Die Jungs gaben beispielsweise James Blunt (musste ja sein) zum Besten, während Zoe’s Gruppe beispielsweise sogar ein Video zusammengeschnitten hat. Anschliessend gab es noch drei Runden Autotütsche für jeden und dann hatten die Kids Freizeit.

Gruss in die Schweiz,

Toby (Insta: @linguista_stpaulsbay)


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