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Süsse Nachspeisen: Swissness & Britishness – *Du bist, wo du isst!?* –
September 23, 2013
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Desserts, Nachspeisen und Süsswaren sind in wahrscheinlich jedem Land der Welt eine nahezu unentbehrliche Gaumenfreude. Die Art und Weise der Desser-Produktion variiert von Land zu Land und so sind die Naschkatzen auch Verschiedenes gewohnt. Hier nehmen wir einmal die Schweiz und England unter die Rezept-Lupe: Welches sind beliebte Desserts in der Schweiz? Wie sieht es auf der Insel Grossbritannien aus? Nehmt euch am besten ein Stück Kuchen zum Lesen…

I. SCHWEIZ

1. Prussiens (aka. „Schweineohren”)
Bei den Prussiens, die auch Schweineohren genannt werden, ist unklar woher sie genau kommen. Die schmackhaften Blätterteig-Zucker Gebäcke sind jedoch weit verbreitet in der Schweiz und werden sowohl selbst gemacht als auch in grossen Boxen im Supermarkt gekauft.
Der in den Teig eingerollte Rohrzucker karamellisiert beim Backen zwischen den Teigschichten und gibt den Prussiens die gelobte Konsistenz.
Bei der Suche nach berühmten Schweizer Gebäcken, Nachspeisen und Kuchen, waren die Suchmaschinenergebnisse (nebst Dingen wie Zuger Kirschtorte und co.) vor allem Kekse und Gebäckrezepte.schweiz-desserts

2. Mmmh lecker! Basler Läckerli
So ist neben dem Prussien auch der zweite hier vorgestellte Dessert ein Gebäck: Und zwar das „Basler Läckerli“.
Man sieht japanische Touristen – und natürlich auch solche anderer Länder – oftmals für diese Süssigkeit in langen Kolonnen Schlange stehen.
Lebkuchenartig geschmeidig mundet es seit jeher Jung und Alt und ist eines der traditionellsten süssen Köstlichkeiten der Schweiz. Der Teig erhält seinen charakteristischen Geschmack durch Honig, kandierte Früchte, Nüsse und Weizenmehl. Nachdem der Teig warm ausgerollt und in kleine Rechtecke geschnitten wurde, kommt noch die typische Glasur auf die Oberfläche.
Das Rezept hegt eine lange Tradition: Nach erstmaligem Gewürzimport aus dem Orient in die Schweiz im 11. Jahrhundert, begannen Klöster ihre simplen Honigkekse damit zu würzen. Diese Art der Verfeinerung fand sich „bald“ auch als schriftliches Zeugnis in diversen Kochbüchern des 15. und 16. Jahrhunderts wieder.
So kamen die „Läggerli“, wie die Basler sagen würden, in alle Munde. Egal welcher Dialekt man nun spricht.

II. ENGLAND

3. Scones
Scones und Tea Time sind untrennbare Freunde, die sich schon über-lange kennen: Scones sind kleine fluffige Gebäcksstücke, die zur traditionsverankerten Tea Time in England gereicht werden. Die luftige Konsistenz erhalten die Scones durch die Zugabe von Sahne und Eiern zum Mehl (Weizen-, Gerste- oder Hafermehl).
Zur Tea Time werden sie in England gemeinsam mit „Clotted Cream“ (= eine Art dickflüssiger, „joghurtig“ anmutender Rahm) gegessen. Zum Frühstück wahlweise auch mit Butter, Konfitüre (Erdbeeren und Orange sind die beliebtesten Sorten) oder Honig.

pie

Nebst Scones und Custard auch sehr beliebt im Vereinigten Königreich: Die Pumpkin Pie (= Kürbiskuchen)

Falls ihr selbst einmal Scones machen möchtet (es ist voll einfach!), dann habe ich hier ein tolles Rezept gefunden, das auch wirklich funktioniert. (Ist auf Englisch, hat aber Bilder und ist gut verständlich 🙂 ).

4. Englische Creme (Custard)
Hier haben wir ein weiteres Grundrezept der traditionell englischen Küche. Die Englische Creme besteht aus drei Grundzutaten, und zwar aus Eigelb, Zucker und Milch. Dennoch gehört „Custard“, wie die Creme in England heisst, zu der gehobenen Küche. Dies liegt allein an der Form der Zubereitung. Man mischt zunächst das Eigelb mit dem Zucker und wartet bis sich eine einheitliche Masse bildet und gibt danach den Rahm hinzu, während man das ganze schonend aufkocht und – dies ist am wichtigsten – die ganze ganze Zeit über gleichmässig rührt.
Falls man einmal das Rühren vergessen sollte, zerrinnt das Eiweiss im Eigelb (die gute alte Chemie lässt grüssen!) und die Crème kann dann nicht mehr gerettet werden.
Nun nach dieser kleinen Crash-Kurs-Koch-Information zurück zur Frage, weshalb diese Créme typisch englisch ist:
Bereits im Mittelalter im 16. Jahrhundert wurde die Crème nachgewiesener Weise hergestellt, diente damals jedoch noch zur Füllung von Pasteten.
Im Laufe der Zeit „expandierte“ diese feine meist mit Vanille abgeschmeckte Dessertspezialität und wird nun in verschiedenen abgewandelten Weisen überall auf der Welt hergestellt.

III. UNSER FAZIT: SCHWEIZ VS. ENGLAND
Wenn es um berühmte Süssigkeiten geht, ist die Schweiz scheinbar mehr bekannt für Gebäck (wie beispielsweise die hier vorgestellten Prussiens und Basler Läckerli). Auch Tirggel (ein Honiggebäck) und Lebkuchen sind traditionell schweizerisch nicht zu verachten.

England dagegen setzt mehr auf Cremiges und Kuchenhaftes (immer den Tee dazu im Hinterkopf!). So werden die Scones und die Custard beide zu einer Zwischenspeise der Süsse und passen perfekt zum mit Milch getrunkenen Tee.
Des Weiteren gibt es noch unzählige Kuchen und Torten, welche in England gerne gereicht werden:  “Sponge Cake” und “Apple Crumble” sind nur eine kleine Auswahl daraus.

Was einem besser schmeckt?
Da gibts nur eins: Man muss sich durch alles mal durchprobieren.
Rückt her die Dessert Gabel!

Quellen:

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