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Südafrika: Was ist das eigentlich für ein Land?
June 27, 2013
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Das Wissen über einen noch nie besuchten Ort ist oftmals fragmentarisch, da man sich oftmals mit den passiven Informationen (z.B. Postkarten, Fernsehberichten etc.) zufrieden gibt und sich somit indirekt ein Bild von einem Land macht. Dies geschieht auch bei Südafrika schnell, da immer wieder etwas mehr oder minder Informatives durchsickert und sich im eigenen Gehirn verankert. Von dort verrückte Musik kommt, dass historische Problematiken (Apartheid etc.) vorherrschen und dass es das Kap der guten Hoffnung gibt. Die folgenden drei Perspektiven (Musik, Volksgeschichte & -zustand und Sehenswürdigkeiten) wurden ausgesucht, um die Lücken, welche das Regenbogenland potenziell birgt, etwas zu füllen.

Kap der guten Hoffnung Südafrika

Das, mit dem poetischen Namen: “Kap der guten Hoffnung” (bei Cape Town)

Part 1: Südafrika & Musik: Ist Musik “Die Antwoord”?

Südafrikanische Musik ist so eigen wie das Land selbst. Ich möchte hierbei eine am Herzen liegende Band in den Vordergrund stellen: “Die Antwoord” (was auf Deutsch – man staune – “Die Antwort” bedeutet). Dieses auf traditionell amerikanischem Hip-Hop Motiv (= direkt aus dem Leben erzählen) basierende Duo besteht aus den stilisierten Figuren namens dem Ninja (Rap/Gesang) und ¥o-Landi Vi$$er (Rap/Gesang). ¥o-Landi erinnert visuell an einen fleischgewordenen Alien mit eindrücklichem Vokuhila-Haarschnitt, wobei der Ninja ein nicht minderwertigeres Bild abgibt: Mit qualitätsschwachen Tattoos und spindeldürrer Postur ergänzt er das Bild der Band, welche bewusst das Hinterwäldler-Leben (südafr. “Zef”) ausstrahlen möchte. Nebst dem Band-Look geschieht diese Kulturreflexion Südafrikas aber hauptsächlich durch die Musik (und die sich eher auf der schockierenden Seite befindenden Musikvideos!).

Die Musik ist neben klassischem Rap mit diversen anderen Genre-Elementen versetzt. In dem Zutatenmix lassen sich auch ein wenig Synth-Pop oder Electronica ausfindig machen.

Ich war selbst noch nie in Südafrika, beziehungsweise Cape Town. Doch “Die Antwoord” ist einer der Gründe, das vielschichtige Land einmal zu besuchen. Widmet man sich den Texten (bsp. dem Song namens “Rich Bitch”), liest man darin viel Frustration, aber auch viel Hoffnung, Ironie und Selbsterkenntnis.

Part 2: Südafrika & Volk

Die Musik von “Die Antwoord” ist in etwa so bunt wie Geschichte und alleine die Menge der Sprachen, welche in Südafrika gesprochen werden. Die vorkommenden Sprachen sind Englisch, Afrikaans, isiZulu, Siswati, Süd-Ndebele, Sesotho, Sepedi, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa.

Südafrika ist noch nicht erholt von seiner Geschichte, die Kriminalitätsrate ist bis heute immer noch erstaunlich erhöht: Die landesnördliche Stadt Johannesburg ist immer noch von unzähligen Kriminalakten überschattet. Des Weiteren erzählte mir eine liebe Freundin, welche in ihrem Zwischenjahr auch in Cape Town war, dass der Unterschied zwischen der weissen “Schicht” und der pigmentierten “Schicht” noch immer spürbar sei. Beispielsweise gäbe es Clubs und Bars, bei denen man als dunkelhäutige Person wusste, es schwierig zu haben, dort Einlass zu finden. Die Apartheid (= die weisse Schicht übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg) die führende Staatsposition) ist demnach noch verblassend merklich.

Es herrscht also dringend noch Unterstützungsbedarf, welcher auch aus anderen Teilen der Welt, beispielsweise von uns, kommen kann: Viele Menschen etwa unterstützen das Land durch soziale Einsätze ganz verschiedener Art.
Tierfreunde können sich in jeweiligen Arbeitsumfeldern mit den verschiedensten Tierarten beschäftigen und so diesen helfen.
Auch in Schulen können Praktika absolviert werden, bei welchen man entweder die Rolle des Lehrers / der Lehrerin spielen darf oder schlichtswegs einfach als Betreuer fungiert.

Meine vorhin erwähnte Freundin, Samira beim Namen, hat mit Kindern gearbeitet neben einem Sprachkurs. Sie war fasziniert und beeindruckt zugleich. Sie erzählte mir, wie anders das Leben von den jungen Kindern doch sei und wie diese oftmals mit Drogenproblemen zu kämpfen hätten. Sie war so froh, konnte sie sich, wenn auch nur kurz für diese Kinder einsetzen.
Samira erschien nach ihren drei Monaten Praktikum und Sprachkurs Südafrika ein wenig bedrückt und als ich sie fragte weshalb, sagte sie bloss: “Cape Town.”

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